Grundsätze der Freimaurerei

Grundsätze der Freimaurerei

Abbildungs-Nachweis: Freimaurer-Wiki

Ethnologisch will die Freimaurerei die Menschen nach gewissen Grundsätzen binden, nämlich denen der Universalität, Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit.

Diese Grundsätze sind moralischer Art und Axiome; sie sind in den Alten Pflichten von 1723 niedergelegt, deren Hauptpostulat die Liebe und die Toleranz sind. In ihnen werden neben der Ausübung der Liebe und der Toleranz die Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit angestrebt, die Pflicht zur Arbeit festgestellt und die moralische und materielle Vervollkommnung der Menschheit als Ziel gesteckt. Die Toleranzidee bedeutet, dass die maurerische Lehre adogmatisch ist, denn sie verlangt Achtung vor jeder aufrichtigen Meinung. Die Freimaurerei stellt also eine Art von Ergänzung zur Religion dar, in dem sie die Grundsätze einer Wertmoral für alle Völker und in allen Lagen anwendbar verkündet. Die Freimaurerei ersehnt eine maurerische religiöse Wiedergeburt, so einfach und so allgemein, dass sie sich für alle eignet.

Die Freimaurerei hat weder Offenbarung noch Götzen. Sie gibt ihren Anhängern nicht die Idee des Absoluten, obwohl der Freimaurer stets ein Suchender bleibt. Das Absolute könnte vielmehr von innen im Wege der Esoterik hervorquellen. Das ist das maurerische Geheimnis, das so viele suchen und nur wenige finden. Das Äußere der freimaurerischen Idee ist wie bei den anderen Religionen in Sagen, Mythen, Symbolen und dem Ritual sowie Gebräuchen eingekleidet.

von K. Oe.